Kursangebot 2018 und 2019

Qualifikation Fachgebundene Genetische Beratung

72-Std.-Kurs

Das 72-Std.-Kursangebot der Akademie Humangenetik – Eine Einrichtung der Deutschen Gesellschaft für Humangenetik e.V. zum Erwerb der Qualifikation Fachgebundene Genetische Beratung wendet sich vor allem an Ärztinnen und Ärzte aus den Fachgebieten der Gynäkologie, Kinderheilkunde und Neurologie, grundsätzlich können Fachärzte aus allen Fachgebieten teilnehmen. Entsprechend der Richtlinie zum Gendiagnostikgesetz bietet die Akademie Humangenetik mit Unterstützung der Bayerischen Landesärztekammer eine service-orientierte Lösung an, sich für die Fachgebundene Genetische Beratung zu qualifizieren. In 72 Fortbildungs-Einheiten à 45 Min. werden alle theoretischen und praktischen Kenntnisse vermittelt, die nach Nr. VII. 3.1. - VII. 3.3. der Richtlinie der Gendiagnostikkommission zum Erwerb der formalen Qualifikation vorgesehen sind. Nach regelmäßiger Teilnahme erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat, das die Qualifizierung zur Fachgebundenen Genetischen Beratung bescheinigt.

 

2018 - Kursangebote

28.4. – 1.5.2018 und 30.5. – 2.6.2018 in Würzburg

Ausführliches Programm 2018
Anmeldung für die theoretische Qualifikationsmaßnahme (K133-18: 28.4. – 1.5.2018 und 30.5. – 1.6.2018, Würzburg);
Anmeldung für den praktisch-kommunikativen Teil der Qualifikationsmaßnahme (K134-18: 1. – 2.6.2018, Würzburg)

 

3. – 6.10.2018 und 31.10. – 3.11.2018 in Würzburg

Ausführliches Programm 2018
Anmeldung für die theoretische Qualifikationsmaßnahme (K138-18: 3. – 6.10.2018 und 31.10. – 2.11.2018, Würzburg);
Anmeldung für den praktisch-kommunikativen Teil der Qualifikationsmaßnahme (K139-18: 2. – 3.11.2018, Würzburg)

 

2019 - Kursangebote

2. – 5.10.2019 und 23. – 26.10.2019 in Bonn

Informationen für die theoretische Qualifikationsmaßnahme (2. – 5.10.2019 und 23. – 25.10.2019, Bonn) sowie für den praktisch-kommunikativen Teil der Qualifikationsmaßnahme (25. – 26.10.2019, Bonn) werden im Kurze folgen.

 

 

Weitere Informationen

Qualifikation zur fachgebundenen genetischen Beratung (FGB) nach Gendiagnostikgesetz (GenDG)
und der Richtlinie der Gendiagnostikkommission (GEKO-RL)

Mit Inkrafttreten des Gendiagnostikgesetzes (GenDG) am 1. Februar 2010 wurden Voraussetzungen und Grenzen genetischer Untersuchungen bei Menschen neu geregelt und auch die genetische Beratung auf eine gesetzliche Grundlage gestellt. Laut GenDG dürfen genetische Beratungen im Zusammenhang mit genetischen Untersuchungen nur noch durch speziell qualifizierte Ärztinnen und Ärzte durchgeführt werden! Ärzte, die weder Facharzt für Humangenetik sind noch die Zusatzbezeichnung Medizinische Genetik besitzen, dürfen Beratungen zu genetischen Untersuchungen nur durchführen, wenn sie sich dafür besonders qualifiziert haben.

Die Anforderungen an die Qualifikation sind in der GEKO-Richtlinie gemäß § 7 Abs. 1 GenDG ausführlich behandelt. Es wird unterschieden zwischen diagnostischer, prädiktiver und vorgeburtlicher (Risikoabklärung) genetischer Beratung - mit gestuften Beratungspflichten und Qualifikationsanforderungen.

Laut Richtlinie der Gendiagnostik-Kommission (GEKO) über die Anforderungen an die Qualifikation zur und Inhalte der genetischen Beratung gemäß § 23 Abs. 2 Nr. 2a und§ 23 Abs. 2 Nr. 3 GenDG (in der Fassung vom 01.07.2011 veröffentlicht und in Kraft getreten am 11.07.2011) gilt seit dem 10.7.2016 folgendes:

Nach Ablauf von 5 Jahren ab Inkrafttreten der Richtlinie wird der direkte Zugang zur Wissenskontrolle nur noch solchen Ärztinnen und Ärzten ermöglicht, die mindestens 5 Berufsjahre nach Anerkennung zur Fachärztin bzw. zum Facharzt nachweisen können. Die Qualifikationsmaßnahme, die die essentiellen Grundlagen der gesamten theoretischen Qualifikation vermittelt, entspricht 72 Fortbildungseinheiten. Sie ist unter Beteiligung einer Fachärztin oder eines Facharztes für Humangenetik oder einer Ärztin bzw. eines Arztes mit Zusatzbezeichnung Medizinische Genetik durchzuführen, d.h. humangenetische Inhalte sind von Humangenetikern bzw. Humangenetikerinnen oder Ärztinnen bzw. Ärzten mit Zusatzbezeichnung Medizinische Genetik zu vermitteln. Die theoretische Qualifikationsmaßnahme kann mit einer Lernerfolgskontrolle, wie im Rahmen der ärztlichen Fortbildung in einigen Ländern üblich, abgeschlossen werden (fakultativ) (zitiert nach: VII.3.4. und VII.4.4. Ablauf und Nachweis der Qualifikationsmaßnahme).

Im Rahmen der praktisch-kommunikativen Qualifizierungsmaßnahme sind insgesamt mindestens 10 praktische Übungen (bzw. 5 praktische Übungen bei der Vermittlung von Qualifikationsinhalten fachgebundener genetischer Beratung im Kontext der vorgeburtlichen Risikoabklärung nach VII.4.) anhand von Beispielfällen zu Gesprächen über fachgebundene genetische Beratungen oder anhand genetischer Beratungen unter Supervision einer Fachärztin bzw. eines Facharztes für Humangenetik oder einer Ärztin bzw. eines Arztes mit Zusatzbezeichnung Medizinische Genetik durchzuführen. Der Nachweis des Erwerbs der psychosomatischen Grundversorgung oder äquivalenter Weiterbildungs- oder Fortbildungsinhalte kann den Nachweis praktischer Übungen nach VII 3.4. (bzw. VII 4.4) ersetzen.

 

 

 

 

 

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